Werkstatt
Der Strich mit Abstand
Auf der Tastatur gibt es einen Strich. Im deutschen Satz braucht man mindestens zwei.
Der kurze ist der Bindestrich. Er verbindet Wörter, ohne Leerzeichen: Lüttstadt-Abenteurer, Gemeinde-Website, E-Mail. Er ist das Zeichen, das auf der Minus-Taste liegt.
Der längere heißt Halbgeviertstrich, weil er so breit ist wie ein halbes Geviert, ungefähr wie der Buchstabe n. Er hat zwei Aufgaben. Mit Leerzeichen davor und dahinter ist er der Gedankenstrich – so wie hier. Ohne Leerzeichen steht er für »bis«: 10–12 Uhr, Mo–Fr, Leer–Emden.
Den ganz langen Strich, den Geviertstrich, kennt man aus englischen Texten. Im deutschen Satz ist er als Gedankenstrich unüblich.
So kommt man dran
- Mac: Wahltaste und Minus
- Windows: Alt gedrückt halten und 0150 auf dem Ziffernblock tippen
Noch ein Handgriff für Fortgeschrittene: Vor den Gedankenstrich gehört ein geschütztes Leerzeichen. Dann rutscht der Strich nie allein an den Anfang einer Zeile, wo er aussieht wie ein Aufzählungszeichen.
Solche Kleinigkeiten prüfe ich bei jeder Reinzeichnung, im Druck wie im Web. Was sonst noch dazugehört, steht bei Christ Medienproduktion.
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